Limoncello – Urlaub in der Flasche

Wie man Limoncello macht, rezept 1

Limoncello – Urlaubserinnerung in der Flasche

Für eine Hochzeit auf Mallorca im Sommer wurde ich vom Brautpaar gefragt, ob ich eine Idee für ein nettes Gastgeschenk hätte, etwas das mit der Insel zu tun hätte… Einmal nachgedacht, in den Garten geschaut, und –  selbst gemachten Limoncello vorgeschlagen. Super! Die kleinen Fläschchen waren das Geschenk für die männlichen Gäste und wurden an einen Baum im Garten der Finca aufgehängt, zusammen mit kleinen “Flor de Sal” Dosen, dem Gastgeschenk für die weiblichen Gäste.

Nun ist Limoncello wirklich einfach zu machen: man braucht nur 6 Mallorca-Zitronen in den Koffer packen und kann sich gleich zu Hause ans Werk machen. Mein Tipp vorweg: mein Limoncello wird deswegen so lecker, weil ich den Zitronenschalen richtig viel Zeit lasse, im Alkohol zu “baden”….
Für diejenigen, die auf der Insel wohnen, einen Zitronenbaum im Garten haben und gar nicht wissen, wohin mit den vielen Zitronen, ist der Limoncello eine feine Lösung und man kann vielen Menschen eine Freude damit machen.

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Los geht’s mit dem Limoncello Ansatz

 

Mein Limoncello Rezept:

700 ml Korn oder Wodka
300 ml 96 % Alkohol (in der Apotheke nach 96% – igem Alkohol fragen, der für den Verzehr geeignet ist)
Schale von 6 bis 8 unbehandelte Zitronen
ein großes Einmachglas
3 bis 4 Wochen Geduld
etwa 800 ml Läuterzucker
kleine Fläschchen
Feines Sieb und Gazebeutel oder Teefilter

1.Teil – die Zitronenschale in Alkohol einlegen

Die Zitronen waschen, trocknen und mit einem Gemüseschäler (ohne das bittere Weiße) die Schalen in ein Einmachglas geben. Den Alkohol darauf gießen, das Glas fest verschliessen und an einem dunklen Ort 3 bis 4 Wochen ziehen lassen.

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Frisch in Alkohol eingelegte Zitronenschalen

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Nach 4 Wochen Reifezeit im kühlen Keller

2. Teil – das Abfüllen in Flaschen

Am “Abfülltag” die Flaschen, in die der Limoncello abgefüllt werden soll, gereinigt bereitstellen.
Nun mache ich Läuterzucker: 500 g weissen Zucker und 500 ml Wasser aufkochen und eine Minute köcheln lassen. Den Läuterzucker vollkommen abkühlen lassen. Das Alkohol-Zitronen Gemisch durch ein feines Sieb in einen Messbecher passieren. Nun wird man wahrscheinlich keine 1000 ml Alkohol im Messbecher haben, wie ursprünglich, sondern weniger, da etwas Flüssigkeit über die Zieh-Zeit verdampft ist. In meinem Fall war das Einmachglas einfach zu groß. Am besten nimmt man eines, das genau die Menge an Alkohol fasst.
Nun mische ich den Läuterzucker im Verhältnis 1 : 1 mit dem  Zitronen-Alkohol und passiere das Ganze nochmals durch einen feinen Gazebeutel oder einen Teefilter. So bleiben eventuelle Trübstoffe hängen.

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Links der Zitronen-Alkohlol, rechts Läuterzucker

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Nachdem Alkohol und Läuterzucker gemischt wurden, wird der Limoncello trüb

Ich habe bei meinem letzten Limoncello-Ansatz 850 ml Alkohol herausbekommen und dementsprechend 850 ml Läuterzucker dazugegeben. Ich finde eine Mischung von 1:1 gut, aber man kann auch etwas weniger nehmen, dann wird der Limoncello nicht ganz so süß. Einfach probieren!

In dem Moment, wo man die Zuckerlösung zum Alkohol gibt, wird der Limoncello trüb. Nun  fülle ich ihn in kleine Flaschen ab und lasse ihn noch eine Woche im Kühlschrank ruhen, bevor ich ihn verschenke. Tolle Flaschen habe ich bei www.flaschenland.de gefunden und mir schicken lassen. Insel Residenten bekommen unter www.botellas-y-tarros.es das gleiche Angebot mit Lieferung nach Spanien. Dort gibt es auch Plastikhüllen, die man auf den Flaschenhals stülpt und mit einem Föhn erhitzt, damit sie schmelzen. So versiegelt können die Flaschen auch problemlos ins Fluggepäck.

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Zitronensorbet von Gelati Mossa mit Limoncello aufgegossen, hmmmm….

Serviert wird der Limoncello als Digestif nach einem tollen Essen, als Begleiter zu einem eiskalten Sorbet im Sommer, oder einfach in einem Moment… zu Hause in Deutschland… wenn man Sehnsucht nach Mallorca hat…

Viel Erfolg beim Ausprobieren!

Ein Konzept wächst!

Private Cooking Chiemgau

Ein Konzept wächst!

Sechs Jahre positives Feedback von Finca-Urlaubern, Familien und Hochzeitspaaren, die mich als Privat- und Finca-Köchin mit Private Cooking auf Mallorca buchten – und der Tenor war immer gleich: “Wenn wir nur so jemanden wie dich bei uns zu Hause hätten!” Dieses Feedback wird zum konkreten Plan, als mich 2013 Expansionsgedanken beschäftigen. Anstatt mich hier auf der Insel zu vergrößern, soll nun das Konzept von Private Cooking wachsen! In Matthias Schmid hatte ich schon bei der ersten Idee dazu den perfekten Partner gefunden. Keiner würde sich besser eignen, als sein Koch-Talent und seine Dienstleistung unter dem Label Private Cooking anzubieten.

Nachdem Matthias vor ungefähr zehn Jahren mein Postenchef im Restaurant Königshof in München war, kreuzten sich unsere Wege immer wieder aus Freundschaft. Er ist einer der besten intuitiven Köche, die ich kenne. Nun machen wir unsere gemeinsame “Küchenmoral” zur gemeinsamen Geschäftsphilosophie. Wir legen beim Kochen lieber Wert auf den “Hmm…-Effekt” als auf den “Wow!-Effekt” – der Teller muss nicht symmetrisch angerichtet sein, sondern einfach nur schön, und das Essen soll lecker schmecken, Erinnerungen hervorrufen oder Erinnerungen schaffen. Durch die Einbindung von lokalen Produzenten und Partnern wollen wir die Vielfalt und Besonderheiten in unserer Region hervorheben, und das mit Private Cooking direkt an die Menschen vermitteln, für die wir kochen. Obwohl uns das Kochen schon früh als Talent mitgegeben wurde, haben wir später dazu noch eine exzellente Ausbildung genossen – Grundlage für Professionalität und Flexibilität in unserem Job.

Jetzt ist es also soweit, dass man auch in meiner Heimat Bayern von Private Cooking spricht. Seit April 2014 kann man mit Matthias Schmid rund um den Chiemsee, im Rosenheimer Land und bis nach München gemeinsam kochen, einen Kochkurs im Küchenstudio in Wasserburg belegen, oder seine kreative, liebevolle Regionalküche zu besonderen Anlässen genießen, ohne dafür aus dem Haus gehen zu müssen.

Und es scheint, als hätten viele nur darauf gewartet, sich den sympathischen Penzinger in die Küche zu holen – vor lauter Anfragen kommen wir kaum mit dem hinterher, was man im Hintergrund so zu tun hat, wenn man eine Idee zu einem funktionierenden kleinen Unternehmen machen will. Auf der Website und beim Logo werden sich noch Dinge tun, doch konnten wir es nicht erwarten, euch jetzt von Private Cooking Chiemgau zu berichten.

Und – keine Sorge… Matthias wird von mir “nur” mit visuellen Darstellung seiner Ideen, der Konzeptionierung von Private Cooking Chiemgau und beim online-Marketing unterstützt. Ich selbst bleibe meinen Kunden vor Ort als Finca-und Privatköchin auf Mallorca erhalten.

Wir freuen uns auf euer Feedback, eure Facebook-Likes und eure Anregungen!

Spread the word!

Caroline Fabian

Auch bei diesem Projekt geht wieder ein dickes Dankeschön an Marc Petersen von Materia Viva für das Logo Design von Private Cooking Chiemgau und seine Kreativ-Unterstützung, an B Social! Online Marketing (the best!), und die besonderen Menschen um uns herum, die uns mit ihrer Geduld und Inspiration (und Text-Korrekturen :-)) zur Seite stehen.