Hinter den Kulissen des “Llampuga – Hörnchens”

Llampuga rezept mallorca

Hinter den Kulissen des “Llampuga – Hörnchens”

 

2012 wurde ich vom Regionalfernsehen IB 3 gefragt, ob ich Lust hätte ein Rezept für die Zuschauer des Programms “La Mirada” zu kochen. Es war Oktober, die Zeit in der sich Mallorca mitten in der “Llampuga-Saison” befindet. Diese Makrelenart wird nur im Herbst gefischt, wenn große Schwärme davon an den Balearen vorbei schwimmen. Dann wird der Llampuga regelrecht verehrt und steht in Cala Ratjada alljährlich sogar im Mittelpunkt der feierlichen “Mostra de la Llampuga”. Diesen Fisch wähle ich also als Hauptdarsteller meines Rezepts. Inspiriert von einem Kochkurs bei Hans Haas vom Münchner Tantris, bereitete ich den Llampuga als Tartar in einem knusprigen Filoteig-Hörnchen zu.

Und so habe ich das gemacht:

Makrele säubern, schuppen und filetieren. Die Haut der Filets abziehen und das Fleisch in feine Würfel schneiden (das dunkelrote Fett nicht mit verwenden). Mit kleinen Schalottenwürfeln und süßen Cherrytomaten mischen und mit “Es Verger” – Olivenöl, Limettenzeste, Salz, “Pimentón de la Vera” und Pfeffer würzen. Dann bereite ich eine klassische Guacamole zu (Avocado zerdrücken, Limettensaft, Tomatenwürfel, Salz, Pfeffer, Olivenöl nach Geschmack Tabasco und Koriander )und füllte meine knusprig ausgebackenen Hörnchen aus Filo – Teig zur Hälfte mit der Guacamole, zur Hälfte mit dem Llampuga – Tartar. Natürlich geht das Ganze auch ohne Filo-Hörnchen und man richtet Guacamole und Tartar einfach auf einem schönen Teller mit etwas Salat an.

Ich streue nun etwas Kresse auf die Hörnchen und schon macht es sich super als kleiner Snack oder als Fingerfood zu einem Glas Cava.

Einige meiner mallorquinischen Freunde und Lieferanten sahen den Beitrag auf IB 3 und “el cucurucho” (das Hörnchen) wurde ein klein bisschen “berühmt” 🙂 Scheinbar gefiel es allen, den Llampuga einmal anders zubereitet zu sehen, als wie üblich in den traditionellen Rezepten, die den Fisch braten oder mit ganz viel frischen Paprika und Tomaten zu garen (“Llampuga con Pimientos”). So war ich recht froh, dass das Rezept die Aufmerksamkeit der Zuschauer bekam und kaum jemand bemerkte, wie nervös ich selbst war, zum ersten Mal für einen Fernsehbeitrag vor der Kamera zu stehen….

Eine leckere “Llampuga-Saison” wünscht,

Caroline Fabian