Frische Kichererbsen, meine neuste Entdeckung auf dem Markt

Frische Kichererbsen

Was wäre ich ohne die Menschen um mich herum, die mich ab und zu unter ihre Fittiche nehmen… Jedes Mal, wenn ich auf den Mercat d’ Olivar einkaufen gehe, laufe ich Juan über den Weg. Er versprach mir vor einigen Jahren, mir bei jedem Treffen auf dem Markt ein Lebensmittel zu zeigen, das ich noch nicht kenne. Dann trinken wir einen Cortado an der Bar, tauschen kurz Rezeptideen aus (er ist ein mallorquinischer Hobbykoch der alten Schule) und weg ist er – denn die Arbeit ruft.

Heute bin ich also unterwegs, um Paella Zutaten einzukaufen. Die Saison der frischen Erbsen ist gerade beendet, da kommt es mir gerade recht, dass Juan mich zu einem Gemüsestand begleitet und mir ein grünes Büschel in die Hand drückt. Für 1 Euro 50 kaufe ich also einen Strauss frischer Kichererbsen, die ich bis dahin nur getrocknet oder vorgekocht kannte.

Frische Kichererbsen in Mallorca

Mein Glück ist, dass ich zu Hause zwei fleissige Helferinnen zu Besuch habe, die geduldig die knallgrünen Erbsen aus ihrer Schale pulen. In jeder Hülse stecken nämlich nur zwei, da kann es schon eine Weile dauern, bis man den Strauss leer “geerntet” hat.

Jetzt verwende ich die Kichererbsen so, wie sonst frische Erbsen in meiner Paella. Bei der nächsten Paella werde ich dann leider schon auf gefrorene Erbsen zurückgreifen, da auch die frischen Kichererbsen nur ganz kurze Saison haben.

Haltet die Augen auf, vielleicht entdeckt ihr noch welche auf einem Wochenmarkt Mallorca! Wenn nicht, dann eben wieder nächstes Jahr im Juni.

Viel Spass beim Entdecken,

Caroline

Frische Kichererbsen PCM

Tipp: Wichtig ist, dass Kichererbsen immer gekocht, und nicht roh gegessen werden, denn sie enthalten einen unverdaulichen Giftstoff, der in grösseren Mengen Beschwerden hervorrufen kann.

Meine Garten-Orangen Marmelade

Orange marmalade recipe Chef Caroline Fabian Mallorca

Was gibt es Schöneres, als Obst direkt vom Baum zu plücken und zu essen! In unserem Garten haben wir Orangenbäume, die zu unterschiedlichen Monaten des Jahres reife Früchte tragen.  Wenn ich sie nicht zu  Saft presse oder Kuchen damit backe, mache ich Marmelade daraus. Nun hat natürlich nicht jeder das Glück, sich vor der Haustür an Orangen bedienen zu können. Habt ihr einen vertrauenswürdigen Bio-Laden in der Nähe, der unbehandelte Orangen verkauft, dann probiert gerne mein Rezept aus:

13 unbehandelte Bio-Orangen

Gelierzucker 3:1 (3 Teile Frucht zu einem Teil Zucker)

1 unbehandelte Zitrone

Ein großer Topf

Marmeladengläser

Gazebeutel

Die  Orangen waschen und  Wasser in einem großen, breiten Topf zum Kochen bringen  .Die ganzen Orangen darin 30 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln. Giesst sie dann durch ein Sieb in einer Schüssel ab und hebt danach das Kochwasser auf.

Die  Orangen abkühlen lassen und schneiden mit einem scharfen Messer in Sechstel schneiden. Vorsichtig die Kerne heraus pulen, ohne zu viel vom Fruchtfleisch zu entfernen. Hört sich kompliziert an, geht aber ganz einfach. Die Kerne und die weissen Trennwände in einen Gazebeute gebenl. In den Kernen und Trennwänden steckt das wertvolle Pektin, das wir nachher auskochen, damit die Marmelade auf natürliche Art und Weise andickt.

Schneidet nun die Orangen-Sechstel in Streifen. Ob feine Streifen oder grobe Stücke  bleibt Lust und Laune überlassen.Nun die Streifen abwiegen – es sollten etwa 1,5 kg sein. Dementsprechend den Gelierzucker abwiegen.1500 g Fruchtfleisch mische ich mit 500 g Gelierzucker (3 Teile Frucht zu einem Teil Zucker) in einem großen Topf. Jetzt kommt 0,6 Liter des Kochwassers pro Kilogramm Frucht dazu – in unserem Fall also 0,9 Liter. Den Gazebeutel lege ich in die Frucht-Zucker Mischung und bringe alles langsam zum Kochen. Mit einem Gummispachtel oder Holzlöffel ab und zu umrühren und 30 Minuten köcheln lassen. Nun die Zitrone halbieren und mit der Marmelade weitere 15 Minuten kochen lassen. Ab jetzt muss man wirklich aufpassen und häufig rühren , da die Marmelade nun dicker wird.

In der Zwischenzeit sterilisierte Gläser vorbereiten (ich wasche sie immer kurz bevor die Marmelade fertig wird  in der Spülmaschine in einem heißen Programm) . Einmal in die Gläser gefüllt , stellt man die Marmelade dann zum Abkühlen umgedreht, also mit dem gut verschlossenen Deckel nach unten, beiseite.

Ich liebe meine Orangenmarmelade vor allem auf einem dicken Stück frisch gebackenem Brot mit Butter oder als Zutat von leckeren Kuchen. Hmmmmm….

Viel Spass beim Ausprobieren!

Wie ich rote Beete zubereite

Wie ich rote Beete zubereite
"How to cook red beets"

“How to cook red beets”

Gerne schauen mir meine Kunden beim Kochen über die Schulter und mir fiel im Gespräch mit Ihnen oft auf, dass es einige Gemüsesorten gibt, die viele sehr gerne essen, aber nicht wissen, wie sie sie zubereiten sollen, oder womit sie zu kombinieren sind. Artischocken, Fenchelknollen, Kohlrabi, Topinambur und … rote Beete.

Man kann rote Beete in leicht gesalzenem Wasser köcheln lassen, bis sie weich sind. Dafür sollte man sie aber auf keinen Fall schälen, sondern höchstens ein bisschen säubern, aber so, dass die Schale nicht verletzt wird. Sonst geht die ganze schöne Farbe ins Wasser. Ich bevorzuge eine Methode, die den Geschmack der Knollen besser hervorhebt, aber zugegeben etwas zeitaufwendiger ist, nämlich sie auf grobem Salz im Ofen zu garen.

Dafür bedecke ich den Boden einer ofenfesten Form reichlich mit grobem Salz, dem Salz, welches man auch für Fisch in der Salzkruste benutzt. Dann setze ich die Knollen, nur grob gesäubert darauf und gebe sie für ca. 1 ½ bis 2 Stunden bei 160 Grad in den Ofen. Normalerweise mache ich den Ofen nicht extra für die rote Beete an, sondern nutze die Hitze, wenn ich ohnehin etwas schmore oder backe. Mit einem Holzstab kann man testen, ob sie weich sind.

Einfach reinpieksen. Nachdem sie ein bisschen abgekühlt sind, kann man die Schale der roten Beete ganz einfach mit den Händen abreiben. Dabei sollte man aber unbedingt Plastikhandschuhe tragen, sonst hat man noch tagelang eine farbige Erinnerung an die Beete an den Händen. Am liebsten mag ich rote Beete in dünne Scheiben geschnitten, mit altem Balsamico, Olivenöl, Salz und Kümmel mariniert und als Salat serviert. Noch lauwarm schmeckt sie mir auch mit etwas Meersalz und zerlaufener Butter zu Hühnchen oder Fisch. Viel Spass beim Ausprobieren!